MiGlobe-Beratungseinsätze gehen trotz der Pandemie erfolgreich weiter: Beispiel Kreis Düren

Düren, 9. Juni 2020. Auch in diesen außergewöhnlichen Zeiten und den durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen gilt: Die MiGlobe-Beratenden stehen weiterhin interessierten Kommunen zur Verfügung. In NRW begleiten sie aktuell Duisburg, Eschweiler, den Kreis Steinfurt und den Kreis Düren.

Im Kreis Düren wurde nur zwei Wochen nach Absage des für den 1. April geplanten Fachtags eine online-Videokonferenz zum Thema ‚Migration und Entwicklungspolitik im Kreis Düren‘ am 15. April abgehalten. Dabei ging es neben dem Kennenlernen und Austausch der Teilnehmenden um die Vorstellung des Projektes durch die Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik Frau Michelle Münstermann und Herrn Emmanuel Ndahayo, Mitglied des Kreistages und Vorsitzender des Integrations- und Migrationsausschusses.

Im Namen des Kreises Düren begrüßte die stellvertretende Amtsleiterin für Schule, Bildung und Integration Frau Lucia Breuer die Teilnehmenden. Frau Andrea Rokuß moderierte das virtuelle Treffen, an dem Vertretenden aus verschiedenen Bereichen wie der Verwaltung, Mitglieder aus verschiedenen Vereinen, Migrantenorganisationen, Schulen und der Politik teilgenommen haben. Die MiGlobe-Berater Herr EshetuWondafrash und Herr Armel Djine haben die Konferenz begleitet.

Die Vorstellung des Projekts und der Themenschwerpunkte des Beratungseinsatzes ist bei den Teilnehmenden auf positive Resonanz gestoßen (u.a. Aufbau eines Brückenbauendenpools, Stärkung von Entwicklungspolitik durch faire Beschaffungsmaßnahmen, Projektwochen zu den SDGs, Schaffung eines entwicklungspolitischen Medienpools, Fair Trade-Kommunen und/oder -Schulen, Entwicklung eines kreisweiten Handlungskonzeptes zur Entwicklungszusammenarbeit).

Frau Dr. Mona Pursey, Regionalpromotorin beim Eine Welt Forum Aachen, schlug vor, eine ein- oder zweitägige Nachhaltigkeitskonferenz in Düren abzuhalten. So eine Konferenz könne den Süd-Nord Dialog weiter stärken und konkrete Kooperationen gezielt fördern.

Schlussendlich waren sich alle einig: Ein gemeinsames entwicklungspolitisches Engagement von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen vor Ort komme langfristig allen Menschen im Kreis zugute. Je partizipativer hier Maßnahmen durchgeführt würden, die auch stete Bildungsarbeit umfassen müssen, desto erfolgversprechender.

Bei einer Telefonkonferenz sollen zeitnah weitere Maßnahmen zur Erreichung der Ziele besprochen werden. Schwerpunktmäßig sollen zunächst dieThemen Medienpool, Brückenbauendenpool und Recherche zu Fördermöglichkeiten bei entwicklungspolitischen Projekten behandelt werden. Der abgesagte Fachtag – so der Tenor – soll nachgeholt werden, sobald dies wieder möglich ist.

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